Website-Icon Textagentur Textrakt, Martina Schäfer

Das schreit nach Ärger

simpsonsaliens

In letzter Zeit ist einiges vorgefallen, dass stark darauf hindeutet, dass einige Firmen für ihren Kundendienst − notabene einer der wichtigsten Berührungspunkte zwischen Unternehmen und Kunden − sadistische Ausserirdische engagieren. Wie anders lässt sich die weltfremde, abwechselnd hämisch-kaltschnäuzige und dämlich-freundliche Art und Weise erklären, mit der man telefonisch, per Mail oder Brief behandelt wird?

Ein Beispiel: Die Firma Z., ein bekannter Online-Kleiderhändler, will mich für eine unbezahlte Rechnung zur Kasse bitten, ja sogar betreiben. Sie denken: „Was, die liefern bis Kolumbien?“ Nein. Es handelte sich um eine Falschadressierung durch meine Untermieterin in der Schweiz, bevor ihr eigener Name am Briefkasten stand. Da die Untermieterin auf mein Mail nicht reagiert, schreibe ich dem Kundendienst:

Ich schreie, aber nicht vor Glück. Man ist zu nichts ermächtigt, hat jedoch kein Problem damit, von der falschen Person Geld zu fordern. Hauptsache, die Kasse stimmt.

Aus Kommunikationssicht ein intergalaktisches Trauerspiel, aus Kundensicht ein Gefühl, wie von einem glibbrigen Schleimmonster angespuckt worden zu sein. Einfach nur pfui.

Die mobile Version verlassen