Diese fünf Fehler sollten Sie vermeiden, wenn Sie eine Rede halten

Leere Stühle (Bild: M. Schäfer, Textrakt)
Die Ruhe vor dem Sturm (Bild: M. Schäfer)

Redezeit, ein Mikrofon und ein Publikum, das ist der Stoff, aus dem so viel Gutes wie Übles entsteht: Inspiration, Begeisterung und Gefolgschaft auf der einen Seite, Massenflucht in die innere Emigration auf der anderen.

Verschwenden Sie die kostbare Zeit Ihrer Mitmenschen nicht, indem Sie diese fünf Fehler vermeiden.

Fehler Nr. 1: Keine Ahnung vom Kontext

Überlassen Sie nichts dem Zufall. Sie müssen wissen, wann Sie sprechen und wie lange, mit welcher Infrastruktur und Ansprechpersonen vor Ort, wer vor Ihnen spricht und wer nach Ihnen und was diese Leute sagen. Sie müssen Ihr Publikum kennen und wissen, was die Leute interessiert, woher sie kommen und was ihre Erwartungen sind. Erst wenn Sie das alles wissen, sollten Sie darüber nachdenken, was Sie sagen wollen.

Fehler Nr. 2: Nicht wissen, was Sie sagen wollen

Eine Rede zu halten und vor einem Publikum herumzuschwafeln sind zwei grundverschiedene Dinge. Wer nicht weiss, was er oder sie sagen will, schwafelt. Erzählt ein bisschen hier, ein bisschen da, kommt zu keinem Punkt und wenn die Redezeit irgendwann (zum Glück) abläuft, weiss niemand im Saal, was eigentlich die Botschaft war. Eine gute Rede fokussiert auf wenige Punkte, die dann ausgeführt und mit Beispielen, persönlichen Erlebnisse und Sprachbildern angereichert werden. Botschaften müssen explizit sein, früh eingeführt werden und spätestens am Schluss noch einmal klar wiederholt.

Fehler Nr. 3: Lesen statt sprechen

Halten Sie keine Vorlesung. Sie werden den Zugang zum Publikum nicht finden, wenn Sie während Ihrer Rede am Text kleben. Sie wirken im Gegenteil schlecht vorbereitet, steif, langweilig und unsicher. Ausserdem besteht die Gefahr, dass Ihr Text zu kompliziert ist fürs Hören, wenn er fürs Lesen geschrieben wurde. Üben Sie deshalb Ihre Rede laut vor dem Spiegel, um Stolperer und komplizierte Sätze zu eliminieren. Blicken Sie sich dabei möglichst oft auf. Falls Sie sich nicht vom Text lösen können, gestatten Sie sich nur Stichwörter auf Kärtchen, damit Sie frei vortragen müssen.

Fehler Nr. 4: Ablenkungsmanöver

Vermeiden Sie alles, was von Ihrer Rede ablenkt. Dazu gehören Sprachticks (z.B. pro Satz dreimal «äh»), auffällige oder schlechtsitzende Kleidung, technische und andere Störungen, überladene Textfolien, Folien mit Schreibfehlern, nervöses Herumtigern etc. Mit einer guten Vorbereitung lässt sich das allermeiste vermeiden. Gegen Nervosität hilft langsames, tiefes Ein- und Ausatmen vor der Rede. Und die Folien lassen Sie am besten weg oder reduzieren sie auf ein absolutes Minimum.

Fehler Nr. 5: Null Bock

Wenn Sie keine Lust haben, die Rede zu halten, hat das Publikum keine Lust zuzuhören. So einfach ist das. Die meisten Leute reissen sich nicht darum, vor grossem Publikum zu sprechen. Und müssen es aufgrund ihrer Funktion halt doch. Aber wer A sagt, darf nicht Äh sagen. Halten Sie deshalb Ihre Rede mit Freude. Wenn Sie gut vorbereitet sind und an das glauben, was Sie sagen wollen, wird alles gut. Lächeln Sie und sprechen Sie mit Überzeugung – und Sie werden merken, dass Ihnen Ihr Publikum wohlgesonnen ist.

Professionelle Redenschreiber und Redenschreiberinnen helfen Ihnen bei der Vorbereitung Ihrer Rede (unverbindliche Offerte anfordern). Halten müssen Sie sie trotzdem selbst. Viel Erfolg!

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