Das grosse Fressen

Kolumbianisches Weihnachtsessen (Bild: Martina Schäfer, Textrakt)
Eines von vielen kolumbianischen Weihnachtsessen (Bild: M. Schäfer)

Festtage sind Fresstage, da ist Kolumbien keine Ausnahme. Das Christkind kommt am 24. erst um Mitternacht. Die Zeit bis dahin will gefüllt sein und der Magen erst recht.

Es gibt einen über mehrere Orte verteilten Mehrgänger:

Früh am Abend ein kleiner Hunger. Dagegen hilft ein Snack, eine Arepa de Chócolo (Rezept auf Englisch oder Spanisch), mit Aussicht über die Stadt. Das Weihnachtsessen scheint noch weit.

Dann ein spontaner Besuch bei entfernten Verwandten. Was in der Schweiz an ein Sakrileg grenzt – spontaner! Besuch! An Weihnachten! – ist in Kolumbien normal. Kaum Platz genommen, hat der Gast schon einen Teller in der Hand mit Arepa, marinierten Rippchen, Pommes Chips und Natilla (Rezept auf Englisch oder Spanisch), dem kolumbianischen Weihnachtspudding. Notiz an mich: nächstes Mal Snack weglassen.

Ähnliche Szene, neuer Ort. Es folgt das eigentliche Weihnachtsfest. Die Familie versammelt sich. Bald steht der nächste Teller auf dem Tisch (siehe Bild). Gefüllte Pouletbrust, russischer Salat, Reis mit Engelshaar (Rezept auf Englisch oder Spanisch), später eingelegte Feigen, dazu Frischkäse. Ablehnen, was mit viel Aufwand und Liebe gekocht wurde? Die Hälfte auf dem Teller zurücklassen? Unmöglich. Notiz an mich: Nächstes Jahr frühzeitig auf Portionengrösse Einfluss nehmen.

Später im Bett. Der Magen rumpelt und ächzt. Notiz an mich: Feliz Navidad – und bis Ende Jahr Schonkost!

 

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