Stempeln gehen

Textrakt-Stempel (Bild: M. Schäfer, Textrakt)
Textrakt-Stempel, spiegelverkehrt (Bild: M. Schäfer)

Ich liebe Stempel, Linolschnitt und Druck. Deshalb ging ich am Samstagmorgen zum zweiten Textildruckkurs bei Ana Maria Trujillo. Letztes Mal habe ich einen Vogel gemacht, dieses Mal mein Logo.

Schreibmaschinen schnitzen ist etwas für Fortgeschrittene. Denken auch. Jetzt ist das Herz auf dem falschen Fleck. So viel zum Thema Vorausdenken. Meine Corporate-Identity-Abteilung hat es zum Glück noch nicht gemerkt. 

Ana Maria arbeitet mit einer Art Gummi, einem Abfallmaterial aus dem Metallguss. Die Bearbeitung geht herrlich einfach. Kein Vergleich mit den harten Linoleumplatten, bei denen man so viel Druck ausüben muss, dass man Blasen bekommt und sich in die Finger schneidet. Ich spreche aus schmerzhafter Erfahrung.

Ana Maria hat Kunst studiert und sich auf Drucktechniken spezialisiert. Sie macht ihre eigenen Drucke und Stempel, die sie unter dem Label Manera Negra verkauft. Ausserdem experimentiert sie mit handgeschöpftem Papier. Ihr Wissen gibt sie an Workshops weiter.

Weil das noch nicht zum Leben reicht, verkauft sie auch selbst gemachte Torten, Empanadas und Sandwiches. Die gibts an den Workshops als Verpflegung. Ein Grund mehr, wieder hinzugehen. 

Im Atelier von Ana Maria (Bild: M. Schäfer, Textrakt)
Ana Maria bereitet die Druckfarben vor (Bild: M. Schäfer)
Druck-Output (Bild: M. Schäfer, Textrakt)
Druck-Output auf Taschen (Bild: M. Schäfer)

 

One thought

  1. Linolschnitt habe ich in der Schule an einem Exemplar versucht, es war sehr anstrengend. Dieser Gummischnitt scheint angenehmer, vorausdenken ist auch da obligatorisch. So eine schöne Tasche mit Aufdruck hätte ich auch gern.

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