Kleine Versicherungsgeschichten

Aus dem Archiv, Mobirama Frühling 2021
Immer auf Seite 2: Die historische Rubrik „Aus dem Archiv“, hier im letzten Kundenmagazin Mobirama

Im Mitarbeiter- und im Kundenmagazin der Mobiliar Versicherung gibt es seit vielen Jahren die gleiche, kleine Rubrik namens «Aus dem Archiv». Seit einigen Jahren schon darf ich regelmässig die Texte dafür schreiben. Darüber freue ich mich doppelt: als Texterin und als Historikerin. Denn die bald 200-jährige Geschichte der Mobiliar ist eine riesige Schatzkiste.

Meistens bekomme ich das übergeordnete Thema des Hefts zugespielt, manchmal auch freie Hand. Zuerst suche ich ein passendes Bild, denn diese Rubrik lebt vom Bild genauso wie vom Text. Dann kommt die Informationsrecherche. Vor Textrakt war ich verantwortlich für das Unternehmensarchiv der Mobiliar, das seither strukturiert und inventarisiert wurde. Ich kenne einiges und werde doch immer wieder überrascht. Auch die öffentlichen Archive sind ergiebig. Manchmal bringt mir der Zufall eine gute Story vorbei.

Mich interessiert nicht das, was in den Jubiläumsbüchern beschrieben wird: der Ausbau des Versicherungsgeschäfts, der gesetzliche Rahmen, die Entwicklung der Schäden. Mich faszinieren die persönlichen Erlebnisse, kleine Kuriositäten, Objekte und Gegebenheiten. Zum Beispiel die abenteuerliche Geschichte des Direktionssekretärs Theodor Baumgartner, der Wertschriften stiehlt und sich mit seiner Geliebten nach Argentinien absetzen will (Bern – Buenos Aire einfach, Mobirama Frühling 2020, S. 2).

Am schönsten sind die Gespräche mit Zeitzeugen, die lebendige Geschichte: die Seniorin, die als junge Frau in der Lochkartenabteilung gearbeitet hat. Die Frau, die in der Berner Altstadt im Haus wohnt, wo der Gründer der Mobiliar 1826 mit dem Aufbau des Unternehmens begann (Wenn der CEO die Firma mit nach Hause bringt, Mobirama Herbst 2019, S. 2). Die zwei Mitarbeiter, die mit den ersten PCs in der Mobiliar arbeiteten (Als in der Mobiliar das PC-Zeitalter begann, Mobirama Frühling 2021, S. 2). Die Berner Oberländerin, die mir von den Dreharbeiten eines Bollywood-Films im Jahr 1995 berichtete, in dem ich einst im Hintergrund eine Mobiliar-Werbung erspähte.

Ach, es gäbe immer so viel mehr zu erzählen, als Zeichen für den Artikel vorhanden sind. Aber auch ein kleines, leicht verdauliches Häppchen Geschichte, auf einem silbernen Tablett serviert, ist doch etwas Grossartiges.

Die Ausgaben des Kundenmagazins seit 2018 unter www.mobiliar.ch/mobirama

One thought

  1. Ich habe das letzte Magazin sorgfältig gelesen und mich gefragt, ob
    Du wohl etwas geschrieben hättest, konnte mich aber nicht wirklich entscheiden.

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